Der Bär


 
Jelina Iwánowna Popówa            Daniela Cordes
 
 

Luká                                          Joachim Malkeit     +
 
 

Grigori Stepánowitsch Smirnoff         Michael Schmitt
 
 
 
 
Die trauernde Witwe und Gutsbesitzerin Popówa gibt sich der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann hin, wohl wissend, dass er sie zu Lebzeiten nicht nur kräftig betrogen, sondern auch jede Menge Schulden hinterlassen hat. Da erscheint Smirnóff, ein hartnäckiger Gläubiger des Verstorbenen, der sich nicht mit »übermorgen«, wenn ihr Verwalter wieder zurück ist, abwimmeln lässt, sondern der morgen sein Geld zur Begleichung schuldiger Zinsen braucht. Indem die Witwe sich mit trivialen Gelddingen befasst, wird die Auseinandersetzung zwischen den beiden von Minute zu Minute heftiger, bis Smirnóff schließlich die Witwe verzweifelt zum Pistolenduell herausfordert. Sie geht darauf ein, und der Diener Luká läuft entsetzt davon, um Hilfe zu holen. Der rasende Smirnóff unterweist die ebenfalls rasende Schuldnerin im Pistolenschießen. Doch zum Duell kommt es nicht, denn aller Wut zum Trotz hat sich Smirnóff mittlerweile ebenso rasend in die hübsche Witwe verliebt. Denn obwohl er zwölf Frauen sitzen gelassen und von neun hintergangen worden ist: so eine wie Popówa hat er noch nicht kennen gelernt.

Der Heiratsantrag

Stepan Stepanovic Cubucov         Arno Wagner
 
 
 
Natalja             Doreen Erdin
 
 
 
Vasiljevic Lomov          Michael Dölling
 
 
Lomow, in Frack und Handschuhen, wird von Tschubukow freundlich empfangen. Vor Nervosität bebend stößt Lomow hervor, daß er um Natalias Hand anhalten wolle. Der völlig überraschte Tschubukow ist überglücklich, war es doch sein sehnlichster Wunsch, Natalia unter die Haube zu bringen.Natalia, von ihrem Vater hereingeschickt, aber nicht über Lomows Absichten informiert, versucht mit diesem ein Gespräch anzuknüpfen. Mit umständlichen Worten leitet Lomow seinen Heiratsantrag ein. Seit jeher herrschten zwischen ihren beiden Familien freundschaftliche, beinahe verwandtschaftliche Beziehungen. Zudem schließe sein Land direkt an das ihre. Seine Ochsenwiesen... "Ihre Ochsenwiesen", unterbricht ihn Natalia, "die Ochsenwiesen gehören uns!". Nein, versucht sie Lomow zu überzeugen, schon die Großmutter seiner Tante habe zwar den Bauern des Großvaters ihres Herrn Vaters die Wiesen zur zeitweiligen Nutzung übergeben, aber als die Verordnung erlassen wurde ... Nein, nein und nochmals nein! Natalia beharrt darauf, daß die Wiesen ihrer Familie gehören. Der Streit wird immer heftiger und ruft Tschubukow herbei. Gütig versucht er zu beschwichtigen, besteht allerdings auch darauf, daß die Wiesen ihm gehören. Das ist zu viel für Lomow, der Streit eskaliert, bis endlich Tschubukow seinen Nachbarn hinauswirft. Als Natalia nachträglich erfährt, daß Lomow gekommen war, um ihr einen Heiratsantrag zu machen, sinkt sie weinend nieder und beschwört ihren verblüfften Vater, Lomow zurückzuholen. Sanftmütig sucht Natalia den zurückgekehrten Lomow zu beschwichtigen und das Gespräch auf ein vermeintlich unverfänglicheres Thema, nämlich die Jagd, zu bringen. Gerne steigt Lomow darauf ein. Welch Unglück, sein wunderbarer Hund Ugadaj, für den er hundertfünfundzwanzig Rubel bezahlt habe, lahme auf einmal. Natalia bedauert ihn, meint aber doch, daß Lomow zuviel für seinen Hund gezahlt habe; Papa habe für seinen Otkataj nur fünfundachtzig Rubel bezahlt, und Otkataj sei doch viel besser als Ugadaj. Otkataj besser als Ugadaj? - da kann Lomow nur lachen. Otkataj habe doch einen zu kurzen Fang und sei überhaupt nicht annähernd seinem Ugadaj vergleichbar. Natalia erregt sich immer mehr, bis sie schließlich herausplatzt: "Verrecken soll er, Ihr Ugadaj!". Der neuerliche Streit ruft wieder Tschubukow herbei, der die Wogen glätten will. Aber daß Ugadaj besser als Otkataj sei, kann auch er nicht gelten lassen. Der Streit wird so heftig, daß Lomow ohnmächtig niederbricht und Tschubukow atemlos in den Stuhl sinkt. Entsetzt meint Natalia, Lomow sei tot. Tschubukow versucht den reglosen verhinderten Liebhaber wiederzubeleben, und als dieser endlich, wenngleich noch leicht benebelt, erwacht, flüstert er ihm ein: "Heiraten sie so schnell als möglich und - dann schert euch zum Waldschrat! Sie ist einverstanden!". Überglücklich küßt Lomow seine Natalia, die sanft flüstert: "...geben Sie jetzt wenigstens zu: Ugadaj ist nicht so gut wie Otkataj." "Nein, besser." "Nein, schlechter! Schlechter! Schlechter!" - Na, da geht's schon los mit dem Familienglück!

Vom Schaden des Tabaks

Njuchin soll im Auftrag seiner Frau einen Vortrag halten über den Schaden des Tabaks. Er bleibt schön beim

Thema, bis seine Frau weg ist. Dann schweift er ab und nutzt die Gelegenheit, den Versammelten sein Leid

zu klagen über seine Frau, seine Tochter, sein Familienleben. Und wie die Frau wieder auftaucht, kehrt er

zurück zum Thema Tabak.

 
 
 
 
Iwan Iwanowitsch Njuchin       Jacky Rieling

Das Jubiläum

 Sipucin, Andrej Anreevic            Matthies Müller
 
 
 
Tatjana Alekseevna                  Annika Theiß
 
 
 
Chirin, Kuzma Nikolaevic               Arno Wagner
 
 
 
Mercutkina, Nastasja Fjodorovna   Elisabeth Malkeit
 
 
 
Diener       Joachim Malkeit  +
 
 
 
 
Bankdirektor Sipucin und Buchalter Chirin bereiten sich auf die Jubiläumsfeier einer Privatbank in einer russischen Stadt um 1888 vor. Nervosität und feierliche Vorfreude wechseln einander ab. Der Vortrag für die Generalversammlung ist noch nicht ganz fertig. Es ist noch Einiges zu tun, der Zeitplan ist festgelegt. Es gibt keine Zeit zu verlieren. Beide Herren möchten konzentriert ihre Termine absolvieren. Doch dann kommt alles ganz anders...
 
 
 

 
 
Aktionäre der Bank   Joachim Malkeit, Jacky Rieling, Michael Dölling, Michael Schmitt

Ein Höhepunkt für das Jever ArtEnsemble

Zerbst  / Anhalt   Stadthalle

Bild: Rohm

© 2017 Homfeldt - Kreatives Marketing