Luther on Tour 2009

Bereits zum zweiten Mal waren die Mitwirkenden des „Jever ArtEnsemble“ zu Gast in der Stuhrer St. Pankratius-Kirche und haben hier das Stück „Der Fall Luther“ aufgeführt.

2009-05-24

Bühneninszenierung über Martin Luther begeistert Zuschauer

„Jever ArtEnsemble“ führt seit zwei Jahren den „Fall Luther“ auf

Die Geschichte von Martin Luther ist auch in der heutigen Zeit immer noch aktuell. Mit der Aufführung des Stückes „Der Fall Luther“ hat das „Jever ArtEnsemble“ dies einmal mehr bewiesen und das Publikum in den Bann des Reformators gezogen. Von Sabine Walcher

Stuhr. Nach der positiven Resonanz im November hat das „Jever ArtEnsemble“ am Sonnabend zum zweiten Mal in der St. Pankratius-Kirche sein Stück „Der Fall Luther“ gezeigt und erntete damit nicht minder viel Beifall und Anerkennung vor gut 50 Zuschauern.

Spannend, mitreißend und nachdenklich stimmend zeichnete das insgesamt 25 Mitglieder auf und hinter der Bühne zählende Ensemble den Lebensweg Luthers nach. Die Handlung in dem Theaterstück von Karl-Heinz Komm zeigte auf der einen Bühnenseite eine fiktive Gerichtsverhandlung, in der der Ankläger (Michael Schmitt) und der Richter (Jacky Rieling) den Angeklagten Luther (Arno Wagner) über dessen Handeln befragten. Auf der anderen Seite folgten reale Szenen aus dem Leben des Reformators, mit denen das Ensemble die Fragen des Gerichts beantwortete.

Die Geschichte startete an jenem Tag, als der junge Luther (Öle Lambrecht) beschloss im Kloster zu leben. 1508 nahm Luther sein Theologiestudium auf, was große Veränderungen in ihm bewirkte. Er verfasste die 95 Thesen gegen die Ablassbriefe, mit denen sich vermeintliche Sünder von ihren Sünden Vergebung erkaufen konnten, und wurde schließlich von der Kirche vor der Wahl gestellt, seine Thesen zu widerrufen oder einen Prozess wegen Ketzerei zu riskieren.

Zog Luther anfangs die Bauern auf seine Seite, so distanzierte er sich nach blutigen Aufständen gegen die Landesfürsten von ihnen. Eindrucksvoll wurden die Zweifel Luthers über die Richtigkeit seines Handelns immer wieder deutlich: Er, der die Kirche reformieren wollte, hatte sie gespalten. Er, der niemals eine Rebellion wollte, galt nun als Auslöser für Unruhen und Blutvergießen, und er sagt: „Am Ende meines Lebenswegs erkenne ich, welche furchtbare nWaffen Gedanken und Worte sein können.“

Seit zwei Jahren tritt das JeverArt Ensemble mit dem „Fall Luther“ auf. „Ein Grund für den Erfolg ist, dass Luther aktuell ist“, meinte Jacky Rieling, Vorsitzender der Truppe. Hinzu komme auch der Aufbau des Stückes, nämlich auf der einen Seite die fiktive Gerichtsverhandlung und auf der zweiten Seite Luthers Leben zu zeigen. „Außerdem haben wir das Glück, mit Elke Münch eine der angesagtesten Regisseurinnen im Weser-Ems-Raum gefunden zu haben”, fügte er hinzu.

Westerstede 22.8.09

Auf den Spuren des grossen Reformators

LANGE NACHT Schauspiel über Luther in St. Petri “ Geschichten in Paulus-Kirche

LOH

WESTERSTEDE – Die Theateraufführung in der Evangelisch-lutherischen St. Petri-Kirche, Am Markt, zur ersten Nacht der Kirche im Ammerland dürfte die Besucher begeistern: Der Fall Luther, Schauspiel von Karl-Heinz Komm, wird ab 20 Uhr in der St. Petri-Kirche vom Jever-Art-Ensemble aufgeführt. Die etwa zweieinhalbstündige Aufführung (mit Pause) verspricht einen spannenden Abend.

Das Schauspiel zeichnet den realen Lebensweg Dr. Martin Luthers nach. Der Autor Karl-Heinz Komm beschreibt ihn zweigeteilt: Auf der einen Seite eine fiktive Gerichtsverhandlung, in der die Lutherischen Verbrechen – aus Sicht der römisch-katholischen Kirche – behandelt werden und auf der anderen Seite die Spielszenen, in denen die Lebensstationen, die Luthers Leben prägten, dargestellt werden.

Verschiedene Zeitebenen

Die Besucher werden zwischen den Zeitebenen des jungen und alten Luthers hin- und hergeführt. Die Spielszenen sind von den Schauspielern beeindruckend dargestellt.

Bereits im letzten Jahr hatte das Jever-Art-Ensemble in Westerstede das Theater aufgeführt und war damit auf sehr grosse Resonanz gestossen. Wer das Stück damals verpasst oder es gerne noch einmal sehen möchte, ist herzlich eingeladen.

Nach dem Stück ist die St. Petri-Kirche noch bis Mitternacht geöffnet. Es wurde bewusst auf ein weiteres Programm verzichtet, weil im Rahmen der Ökumene die Besucher Gelegenheit haben sollen, zum Abschluss noch die anderen Kirchen aufzusuchen.

„Fall Luther“ ist noch lange nicht abgeschlossen

HNE Schauspiel des Jever-Art-Ensembles entwickelt sich zum Erfolgsstück

ANZ

JEVER – Der „Fall Luther“ bewegt: Seitdem das Schauspiel von Karl-Heinz Komm im Juni 2007 im Zimmertheater im Lokschuppen Jever Premiere gefeiert hat, hat es sich zum Dauerbrenner des Jever-Art-Ensembles im Künstlerforum Jever entwickelt.

„Wir können das Stück immer weiterlaufen lassen – das Ensemble steht“, freut sich Ensemble-Leiter Jacky Rieling über den Erfolg des Stücks, das Elke Münch inszeniert hat. Insbesondere wenn der Reformationstag naht, ist das jeversche Ensemble im gesamten Nordwesten gefragt.

Denn „Der Fall Luther“ zeichnet den Lebensweg Dr. Martin Luthers nach – auf der einen Seite bei einer fiktiven Gerichtsverhandlung, in der die „Lutherischen Verbrechen“ behandelt werden, und auf der anderen Seite durch Spielszenen, in denen die prägenden Lebensstationen Luthers dargestellt werden.

Nachdem das Ensemble im vergangenen Jahr den „Fall Luther“ bereits in den Kirchen in Sandel, Oldersum, Norden, Aurich, Bant und Neuende gespielt hatte, folgten in diesem Jahr Aufführungen in Oldenburg-Eversten, Westerstede, Stuhr, Norden, Remels, Wittmund und Sande.

„Wir mussten leider vielen evangelischen Gemeinden absagen“, sagt Rieling. Denn ob Aufführungen auswärts stattfinden können, hängt vom Ensemble ab. „Das Ensemble zeigt tollen Einsatz und Bereitschaft, aber manchmal haben die Mitglieder etwas anderes vor“, so Rieling. Auch der Aufwand, mit dem die Technik einen Tag vor der Aufführung in den Kirchen installiert werden muss, sei immens.

Doch bisher hat sich der Aufwand gelohnt: „Im Schnitt hatten wir 120 Zuschauer“, freut sich Rieling. Angesichts des enormen Interesses will das Jever-Art-Ensemble den „Fall Luther“ noch lange nicht abschließen.

18.11.2008

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